Osteopathische Behandlung eines Pferdes am Kopf

Osteopathische Behandlung des Nervensystems

Bei vielen Problemen im Nervensystem hat die Schulmedizin kaum Behandlungsansätze. Mit der Craniosacralen Osteopathie mit biomechanischen und biodynamischen Techniken kann ich dem Pferd effiziente Behandlungsmöglichkeiten anbieten.

​Fallbeispiel 1:

​Headshaker, ein 9-jähriger Angloaraberwallach zeigt ​bei starker Sonneneinstrahlung Headshaking.

​Behandlung: Osteopathisches Mobilisieren der Halswirbelsäule und der OAA (Hinterhaupt/Atlas/Axis). Craniosacral-biomechanisch​ lösen der Schädelnähte und mobilisieren der einzelnen Schädelknochen. Nervenmobilisation: Ein Nerv ist viskoelastisch und reagiert auf Druck und Zug. In der Behandlung nutze ich mir diese Faktoren indem ich Kontakt zu der Austrittsstelle des Nervs am Schädel und in seinem Verlauf nehme und ihn über eine Annäherung in seine Expansion bringe. Am Kopf sind das der N. Trigeminus mit dem Aug​en-, de​m Unterkiefer und de​m Oberkiefer​ast der häufig Probleme verursacht.

​Feedback: Etwa drei Wochen nach der Behandlung zeigte das Pferd eine Verbesserung der Symptome, das Headshacking wurde deutlich weniger.

​Fall​beispiel 2:

​5-jähriger Warmbluthengst zeigt beim Anheben der Hinterhand, beidseits spastische Muskelkontraktionen in Beugung und Seitwärtsheben des Hinterbeines im Hüftgelenk.

​Behandlung: Osteopathische Behandlung der Lendenwirbelsäule und der Hinterhandgelenke. Dehnungen der Hüftmuskulatur in allen Bewegungsrichtungen. Craniosacrale biodynamische Mobilisation des Zentralnervensystems der Lendenwirbelsäule. Über die harte Rückenmarkhaut kann ich mich an das Nervensystem anhängen und in der ​Tiefe das Nervensystem durch das mentale Bild der Annäherung in Expansion bringen.

Feedback: Das Pferd zeigt kaum mehr spastische Komponenten, das zur Seite Führen der Hinterhand ist auf einer Seite noch wenig vorhanden.

Fallbeispiel 3:

14-jährige Warmblutstute Lahmheit ​Hinterbein rechts (tritt hinten rechts deutlich kürzer), wurde tierärztlich abgeklärt. Befunde: Verdickung des Meniskus und Knochenzyste im Kniegelenk rechts, degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule.

​Behandlung: Osteopathische Behandlung der gesamten Wirbelsäule und der Gelenke der Extremitäten. Dehnungen der Hüftaussendreher sowie der Hüftabduktoren und der Kniegelenkbeuger und Strecker. Craniosacrale biodynamische Behandlung des Zentralnervensystems der Lendenwirbelsäule​ und der Spinalnerven der Wirbelsegmente der hinteren Lendenwirbelsäule (Plexus lumbosacralis), insbesondere des N. obturatorius und des N. femoralis.

​Feedback: Nach der Behandlung zeigte die Stute kaum mehr ​Taktunreinheiten​ und konnte wieder deutlich besser Gewicht hinten rechts aufnehmen. ​Deutlich sichtbarer Kraftverlust hinten rechts. ​Die Empfehlung an die Besitzer, das Pferd muskulär wieder aufzubauen.