
09.05.
Ein mutiges und im Sinne der Pferde längst überfälliges Gerichtsurteil wurde in Deutschland gefällt. Eine bayrische Amtsrichterin verurteilte eine Reiterin wegen Verstosses gegen das Tierschutzgesetz, weil sie Pferde mit Rollkur und Sporen malträtierte. Und diese in Boxen ohne Auslauf hielt, obwohl es im Stall Paddocks und Weiden gibt. Ihre Begründung war, dass sie Angst hatte, dass sich die Pferde beim freien Weidegang oder auf dem Paddock verletzen könnten und wegen ihrer Reitweise, sie hätte es nicht anders gelernt! Ihr Tierarzt argumentierte, dass die blutenden Sporenstellen dem Pferd nicht wirklich weh taten.....!! Das Urteil wird nun weitergezogen und es wird sehr spannend, wie die nächste Instanz entscheidet. Denn das Urteil könnte wirklich einiges ins Rollen bringen bezüglich Pferdehaltung und Training. Hoffen wir, dass auch in nächster Instanz mutig im Sinne der Pferde entschieden wird!
24.03.
Seitengänge: Sie sind wohl das effektivste Trainingsinstrument in der Pferdeausbildung. Über Schultervor, Schulterherein, Travers und Renvers erreicht man in der Ausbildung die schräge Rumpfmuskulatur. Das schräge Rumpfsystem ist die effektivste Muskulatur für das Tragesystem des Pferdes, wobei die schräge Bauchmuskulatur sicher die wichtigste Muskelgruppe darstellt. Seitengänge lassen sich beim jungen Pferd an der Hand und später in allen Grundgangarten erarbeiten, man kann sie auf geraden oder gebogenen Linien reiten. Sie sind ein enorm wichtiges Ausbildungsmittel zum Geraderichten (Cave: Durch geradeaus reiten wird ein Pferd nicht gerade gerichtet!), bringen das Gewicht von der Schulter weg und bringen somit mehr Schulterfreiheit. Grundvoraussetzung für Seitengänge ist die Fähigkeit des Pferdes sich auf beide Hände in möglichst korrekter Längsbiegung zu bewegen. Seitengänge sollten in der gymnastizierenden Pferdearbeit konsequent eingesetzt werden und keinesfalls nur zum Selbstzweck (Lektionsreiterei) dienen. Auch ohne Reitplatz lassen sich Seitengänge gut im Gelände durchführen.
23.02.
Ich bin wieder zurück!! Aber ich musste einsehen, dass ich halt doch nicht "superwoman" bin und doch etwas mehr Zeit für meine Regeneration brauche, als ich gedacht habe. Aber nun behandle ich wieder Pferde und nehme Ihre Anfragen gerne entgegen! Ich bin um ganz viele Erfahrungen reicher und kam zu der Erkenntnis, dass ich fast nichts lieber mache als Menschen und Pferde zu behandeln. Ich begann am kältesten Tag des Winters wieder Pferde zu behandeln, eingepackt wie ein Michelinmännchen, dafür aber strahlend wie ein Honigkuchenpferd. Mit meiner 2-jährigen berufsbegleitenden Ausbildung in viszeraler Osteopathie bin ich nun fast fertig und habe dadurch in der osteopathischen Behandlung von Menschen mein Spektrum sehr erweitert. Es macht mir immer noch enorm Spass Reiter und Pferd zu behandeln und spannend ist da schon Zusammenhänge zu erkennen. Dieses Jahr möchte ich auch das Coaching von Reitern intensivieren. Häufig sind ein blockiertes Becken, festgemachte obere Kopfgelenke des Reiters oder hohe Muskelspannungen in verschiedenen Körperabschnitten, schuld an der falschen Einwirkung auf das Pferd. Ich beurteile den Bewegungsapparat von Reiter und Pferd und kann professionelle Tipps geben, um die Einwirkung des Reiters zu optimieren. Nun freue ich mich auf den Frühling und auf ein spannendes Jahr.
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